„Die Glücksforscher“ von Marc Becker
Oldenburgisches Staatstheater, Foto: Stephan Walzl
„Die Biene im Kopf“ von Roland Schimmelpfennig
Consol Theater Gelsenkirchen, Foto: Pedro Malinowski
„Dickhäuter“ von Tina Müller
Theater Fallalpha Zürich, Foto: Tanja Dorendorf
„Aus die Maus“ von Georg Piller, Nadja Sieger
Grips Theater Berlin, Foto: David Baltzer
„Der dicke Sternschnuppe“ von Julia Penner
Theater Osnabrück, Foto: Uwe Lewandowski

Die KinderStücke 2017 sind vergangenen Freitag zu Ende gegangen. Festivalfotograf Sebastian Hoppe begleitete die fünf eingeladenen Stücke, das Publikum sowie die Jurydebatte die gesamte Woche über.

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Zu Beginn ein Blick hinter die Kulissen: Waren Frauen bei den diesjährigen „KinderStücken“ ähnlich präsent wie bei den „Stücken“? Bei den Nominierungen gibt es ein 50/50-Verhältnis: zwei Stücke von Frauen, darunter das Gewinnerstück von Tina Müller, zwei Stücke von Männern und die gemeinsame Produktion von Nadja Sieger und Georg Piller. Das Auswahlgremium hingegen war es in diesem Jahr rein männlich. Auch die Jury bestand aus zwei Männern und nur einer Frau, der Übersetzerin Iwana Nowacka. Insofern stehen die KinderStücke zahlenmäßig im Kontrast zu ihrem großen Festival-Bruder. Eine bessere Quote gibt es bei der Regie: Mit Brigitta

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Tina Müller wird für ihr Stück Dickhäuter in der Inszenierung des Theater Fallalpha, Zürich (Regie: Brigitta Soraperra) mit dem mit 10.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis 2017 ausgezeichnet.

Preisträgerin Tina Müller / Foto: Sebastian Hoppe

 

Die Juror*innen Florian Fiedler, Thomas Irmer und Iwona Nowacka zeigten sich

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Viel Debatte gibt es nicht in diesem Jahr. Jurymitglied Florian Fiedler musste wegen einer „absoluten Notsituation in der Familie“ leider vorzeitig abreisen. Stattdessen liest Festivalleiterin Stephanie Steinberg seine eingeschickten Statements an den entsprechenden Stellen vor. Aber auch sein schriftliches Votum weicht wenig von den Meinungen des Journalisten und Auswahlgremiumssprechers Thomas Irmer und der Übersetzerin Iwona Nowacka ab.

Das Urteil der Jugendjury

Doch bevor die Juroren überhaupt die Bühne betreten, verkünden ihre jugendlichen Kollegen das Urteil der Jugendjury. Den zweiten Platz belegt hier Georg Pillers und Nadja Siegers „Aus die Maus“ für die Thematisierung des Verhältnisses von Schauspiel

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Sarah, Anna, Maike, Sandra Maria, Luca und Luisa haben sich entschieden. Leicht ist es für sie nicht gewesen, denn alle KinderStücke 2017 haben ihnen gefallen. Deswegen hat auch jedes Stück eine kurze Besprechung und eine selbst gebastelte Medaille erhalten.

Warum „Aus die Maus“ von Georg Piller und Nadja Sieger den zweiten Platz erhielt und „Die Biene im Kopf“ von Roland Schimmelpfennig ihr Gewinner ist, kann in den beiden Lobreden der Jugend-Jury nachgelesen werden:

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Video: Natalie Broschat und Alexander Viktorin

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Ein kleiner Junge, der seine Mutter verloren hat. Eine etwas zu pummelig geratene Sternschnuppe. Ein vorlauter Plüschhamster, der nicht davor zurückschreckt, eine Entführung zu fingieren. In Julia Penners Kinderstück „Der dicke Sternschnuppe“ vermischt sich die Geschichte vom Verlust eines Elternteils und der damit verbundenen Trauer mit fantastischen Elementen. Dabei schafft es den Spagat, sich einerseits dem Thema ernsthaft zu nähern, andererseits dabei aber auch nicht an Komik zu sparen.

Ein kurioses Trio

Im Zentrum der Geschichte steht der achtjährige Rudy, dem beim nächtlichen Versuch, seine verstorbene Mutter per Sternschnuppenwunsch wieder zurückzugewinnen, gleich zweierlei Kurioses widerfährt. Im einen Moment

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Im Grunde folgt Schimmelpfennig einer altbekannten Konvention der Kinderliteratur: Ein reales Problem wird auf eine imaginäre Ebene übertragen. In diesem Fall handelt es sich um ein Kind von Alkoholikern – der Info-Text des Consol Theaters spricht von einem Jungen, Schimmelpfennigs Vorlage lässt dies jedoch offen –, welches sich durch einen eigentlich ganz normalen Schultag kämpfen muss. Dafür stellt es sich vor, in einem Computerspiel zu leben, in dem die Herausforderungen des schwierigen Alltags wie „Levels“ bewältigt werden müssen. Ab und an verwandelt sich das Kind im Spiel in die titelgebende Biene – ein Tier, das für Fleiß und Arbeit steht, zwar einen Stachel hat, aber gerade dadurch auch verletzlich ist. Schimmelpfennig hat eine kluge Methode gewählt, die

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Hinten, links und rechts auf der Bühne (Bühnenbild: Sandra Münchow) stehen Kreidetafeln. Auf ihnen ein Durcheinander von Wörtern und Notizen zum Thema Glück: Banane + Wurst, Bananenwurst, Tante Rosi, Giraffen. Als das Blog-Team verspätet (Schuld war der Bus!) den Saal betritt, wird gerade gemeinsam mit dem Publikum über Schnitzeleis diskutiert und nach anderen Ergänzungen für die Tafel gesucht. In der Mitte der Bühne befindet sich ein Turm aus Regalbrettern und Schubladen – sie tragen Aufschriften wie Himmel, Monsterpommes, Kostüm – davor ein Tisch. Wir sind in der Zentrale für Glücksforschung, zusammen mit den Forschern Didi und Franzi. Denn im Stück „Die Glücksforscher“ des Autors und Regisseurs Marc Becker, das in der Inszenierung vom Oldenburgischen Staatstheater

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Was ist normal?

Essen verbindet. Wir laden ein, gehen aus, kochen mit- und füreinander. Was man isst und was nicht, formt Identität und Gruppenzugehörigkeit. Das kann man als Vegetarier, gläubiger Jude oder Muslim bei einem Weißwurstfrühstück schnell erfahren. In Tina Müllers „Dickhäuter“ versucht das Nashorn Lou in der Klasse 2b sich den Essgewohnheiten der Gruppe anzupassen. Zu Beginn des Stücks erklären die Kinder die Regeln: Ein kleines Pausenbrot ist normal und Süßigkeiten zu mögen statt Gras auch. Also isst Lou eine ganze Packung Kaugummi. Auf einmal. Inklusive Verpackung. Alle Kinder lachen – auch die im Publikum. Doch bei jedem neuen Versuch Lous normal zu sein, wird es stiller im Saal.

Was macht glücklich?

Essen, oder? Das

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Ein Audiobeitrag von Isabelle Bach und Marie-Luise Eberhardt.

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Noch bevor eine der Darstellerinnen die Bühne betritt, spielt die polnische Inszenierung von Carsten Brandaus „Dreier steht Kopf“ mit Sprache. In bunten, überdimensionalen Buchstaben ist das Wort „świat“ (dt. „Welt“) geschrieben. Das Wort „Welt“ steht buchstäblich im Raum, es nimmt die quadratische, weiße Bühne von links nach rechts komplett ein. Mit „Dreier steht Kopf“ (im Orginal „Trójka na glowie“), einer Gastproduktion des Staatlichen Puppentheaters Tęcza, war zum ersten Mal ein fremdsprachiges Kinderstück im Rahmenprogramm der „Stücke“ zu sehen. Carsten Brandaus Text, der 2015 den KinderStücke-Preis gewann, hat Iwona Nowacka ins Polnische übersetzt.

Der Großteil der Mülheimer Zuschauer besteht aus polnischen Eltern und ihren Kindern. Für alle anderen sind deutsche Übertitel

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Die KinderStücke 2017 sind mit Tina Müllers „Dickhäuter" eröffnet worden. Vier weitere nominierte Stücke folgen, bis am Freitag, dem 19. Mai, der Gewinner in der Jurydebatte gekürt wird.

Eröffnung KinderStücke 2017 / Foto: Sebastian Hoppe
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Die Jurys zur Vergabe des Mülheimer Dramatikerpreises sowie des Mülheimer KinderStückePreises stehen fest:

Der Jury der „KinderStücke 2017“ gehören an:
Florian Fiedler, Regisseur, Leiter des Jungen Schauspiel Hannover und designierter Intendant des Theater Oberhausen
Thomas Irmer, Sprecher des Auswahlgremiums, Berlin
Iwona Nowacka, Übersetzerin und Kuratorin, Szczecin
Mehr zur KinderStücke-Jury.

In die Jury der „Stücke 2017“ wurden berufen:
Claudia Bauer, Regisseurin, Berlin
Cornelia Fiedler, Sprecherin des

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Unser Spielplan steht fest.
Kartenreservierung für Schülergruppen möglich ab Montag, dem 20. März, bei:
Kristin Posekardt
Telefon: 0208 - 455 41 28
Mo - Fr von 10 Uhr bis 12 Uhr

Zu den Spielterminen der KinderStücke.

Stücke 2017 PK / Foto: Sebastian Hoppe

In der Pressekonferenz gaben die Sprecher der Auswahlgremien die Nominierungen der Stücke 2017 und KinderStücke 2017 bekannt

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