Preisträger 2011: Michael Müller
„Über die Grenze ist es nur ein Schritt“ - Junges Schauspielhaus Hamburg, Foto: Oliver Fantitsch
Preisträgerin 2014: Milena Baisch
„Die Prinzessin und der Pjär“ - GRIPS Theater Berlin, Foto: David Baltzer
Preisträger 2013: Thilo Reffert
„Nina und Paul“ - Landestheater Tübingen, Foto: Christian Ernst
Preisträger 2012: Jens Raschke
„Schlafen Fische?“ - Theater im Werftpark Kiel, Foto: Olaf Struck
Preisträgerin 2017: Tina Müller
„Dickhäuter“ - Theater Fallalpha Zürich, Foto: Tanja Dorendorf
Preisträger 2010: Ulrich Hub
„Nathans Kinder“ - Theater Junge Generation Dresden, Foto: Juliane Mostertz
Preisträger 2016: Carsten Brandau
„Himmel und Hände“ - Theater Aalen, Foto: Peter Schlipf
Preisträger 2015: Carsten Brandau
„Dreier steht Kopf“ - Theaterhaus Ensemble, Frankfurt am Main, Foto: Katrin Schander

Die ZwischenStücke gehen ins dritte Jahr: Von November 2017 bis April 2018 verkürzt die Veranstaltungsreihe mit Theatergastspielen und Autorenlesungen die Wartezeit bis zur Festivaleröffnung der „Stücke“ am 12. Mai 2018. Erstmals im Programm sind Lesungen für Kinder und Jugendliche.
Los geht es am Dienstag, dem 14. November, um 11.00 Uhr mit einer szenischen Lesung für Jugendliche ab 13 Jahren. Petra Wüllenweber liest zusammen mit zwei Schauspielern aus ihrem Theaterstück "Und morgen?".
Zum gesamten Programm der ZwischenStücke 2017/18

Das unmöglich mögliche Haus / Foto: Christian Brachwitz

 

Die KinderStücke 2018 finden vom 14. bis zum 18. Mai 2018 statt. Die Stücke 2018 starten am 12. Mai und enden am 2. Juni 2018.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das kommende Festival!

Die ersten zwei Laudationes der Preisverleihung können Sie bereits online nachlesen oder auch in der Bildergalerie stöbern.

Zur Laudatio von Jan Hein auf Anne Lepper

Zur Laudatio von Paul Brodowsky auf Tina Müller

Zur Bildergalerie

In einer feierlichen Matinee wurden die Preisträger*innen der 42. Mülheimer Theatertage NRW geehrt. Ulrich Scholten, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, überreichte die Auszeichnungen an Konstanin Küspert, Tina Müller und Anne Lepper. 

Die Preisträger der 42. Mülheimer Theatertage NRW und Oberbürgermeister Ulrich Scholten / Foto: Sebastian Hoppe
... mehr

Die Preisverleihung für die diesjährigen Mülheimer Preisträger*innen findet am Sonntag, dem 18. Juni, um 12.00 Uhr in der Stadthalle Mülheim statt.
Im Rahmen einer feierlichen Matinee werden Anne Lepper, Konstantin Küspert und Tina Müller geehrt. Die Preise werden von Ulrich Scholten, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, überreicht.
 

 

Preisträger 2017 / Fotos: privat, Sebastian Hoppe, Kai Meyer

 

 

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Preisträger*innen 2017 zu feiern.
Der Eintritt ist frei.

... mehr

Die KinderStücke 2017 sind vergangenen Freitag zu Ende gegangen. Festivalfotograf Sebastian Hoppe begleitete die fünf eingeladenen Stücke, das Publikum sowie die Jurydebatte die gesamte Woche über.

Hier geht's zu den Bildergalerien der KinderStücke 2017

BLOGEINTRAG

Zu Beginn ein Blick hinter die Kulissen: Waren Frauen bei den diesjährigen „KinderStücken“ ähnlich präsent wie bei den „Stücken“? Bei den Nominierungen gibt es ein 50/50-Verhältnis: zwei Stücke von Frauen, darunter das Gewinnerstück von Tina Müller, zwei Stücke von Männern und die gemeinsame Produktion von Nadja Sieger und Georg Piller. Das Auswahlgremium hingegen war es in diesem Jahr rein männlich. Auch die Jury bestand aus zwei Männern und nur einer Frau, der Übersetzerin Iwana Nowacka. Insofern stehen die KinderStücke zahlenmäßig im Kontrast zu ihrem großen Festival-Bruder. Eine bessere Quote gibt es bei der Regie: Mit Brigitta Soraperra („Dickhäuter“), Andrea Kramer („Die Biene im Kopf“) und Nadja Sieger („Aus die Maus“) sind drei von den fünf eingeladenen Stücken von Regisseurinnen inszeniert.

Keine Jelinek

Auch die verhältnismäßig kurze Geschichte der KinderStücke hat nicht gerade viele Frauen zu bieten. Zusätzlich zu der diesjährigen Gewinnerin Tina Müller gibt es nur eine weitere Preisträgerin: Milena Baisch, die 2014 für ihr Stück „Die Prinzessin und der Pjär“ ausgezeichnet wurde. Wenn man von Elfriede Jelinek einmal absieht, sieht die Gewinnerinnen-Quote bei den großen „Stücken“ allerdings auch relativ erbärmlich aus. Ohne Jelinek sind in 41 Jahren Festivalgeschichte nur noch die zwei Siege von Dea Loher und ein Sieg von Katja Brunner zu verzeichnen. Die Jelinek der „KinderStücke“ muss eben noch mit dem Schreiben anfangen (oder Jelinek selbst mit dem Schreiben von Kinderstücken – das würde sicherlich für die von der Jury erwünschten Sprachexperimente sorgen).

Bei den Nominierungen für den „KinderStücke“-Preis dominieren die Männer den historischen Querschnitt auch. Eine große Ausnahme bilden die ersten KinderStücke im Jahr

... mehr

Tina Müller wird für ihr Stück Dickhäuter in der Inszenierung des Theater Fallalpha, Zürich (Regie: Brigitta Soraperra) mit dem mit 10.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis 2017 ausgezeichnet.

Preisträgerin Tina Müller / Foto: Sebastian Hoppe

 

Die Juror*innen Florian Fiedler, Thomas Irmer und Iwona Nowacka zeigten sich weitgehend einig in ihrer Bewertung der fünf nominierten Kinderstücke. In der Finalrunde gab es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Dickhäuter“ und Roland Schimmelpfennigs Stück „Die Biene im Kopf“ ein einstimmiges Votum für Tina Müllers Stück für Kinder ab 7 Jahren.
Die Auszeichnung wird in einer feierlichen Matinee für alle diesjährigen Mülheimer Preisträger – voraussichtlich am Sonntag, dem 18. Juni 2017 – an die Autorin übergeben.

Die Jugend-Jury zeichnete Roland Schimmelpfennigs „Die Biene im Kopf" aus.

Wir gratulieren Tina Müller herzlich zum Mülheimer KinderStückePreis 2017!

... mehr

BLOGEINTRAG

Viel Debatte gibt es nicht in diesem Jahr. Jurymitglied Florian Fiedler musste wegen einer „absoluten Notsituation in der Familie“ leider vorzeitig abreisen. Stattdessen liest Festivalleiterin Stephanie Steinberg seine eingeschickten Statements an den entsprechenden Stellen vor. Aber auch sein schriftliches Votum weicht wenig von den Meinungen des Journalisten und Auswahlgremiumssprechers Thomas Irmer und der Übersetzerin Iwona Nowacka ab.

Das Urteil der Jugendjury

Doch bevor die Juroren überhaupt die Bühne betreten, verkünden ihre jugendlichen Kollegen das Urteil der Jugendjury. Den zweiten Platz belegt hier Georg Pillers und Nadja Siegers „Aus die Maus“ für die Thematisierung des Verhältnisses von Schauspiel und Realität. Gewinner der Jugendjury ist Roland Schimmelpfennigs „poetisches“ Stück „Die Biene im Kopf“, weil es viele „Szenen, aus denen Kinder etwas lernen können“ beinhalte.

Gesucht: Sprachliche Innovation

Mehr Rede- und Erklärungszeit erhalten die Erwachsenen. Als Kriterien für den Juryentscheid nennt Nowacka Innovation, Spielbarkeit, Sprache, Form, Poesie, Dramaturgie und Botschaft. Hohe Ansprüche, an denen – wie sich sehr schnell herausstellt – einige Stücke scheitern. Insgesamt äußern sowohl Irmer als auch Nowacka für die Zukunft den Wunsch nach mehr Sprachexperimenten. Dennoch betont die Jury, dass alle Stücke zu Recht eingeladen wurden. Nowacka würde in ihrer Tätigkeit als Übersetzerin gerne alle Stücke nach Polen zu bringen. Nur ins Finale können nicht alle Stücke kommen. Das gibt auch die Form der Jurydebatte vor: In einer ersten Diskussionsrunde müssen drei von fünf Stücken ausgeschlossen werden. Und am Ende darf nur ein alleiniger Sieger gekürt, der Preis nicht geteilt werden.

Man beginnt mit dem ersten Autor im Alphabet: Marc Becker und sein Stück „Die Glücksforscher“. Irmer fasst

... mehr

BLOGEINTRAG

Sarah, Anna, Maike, Sandra Maria, Luca und Luisa haben sich entschieden. Leicht ist es für sie nicht gewesen, denn alle KinderStücke 2017 haben ihnen gefallen. Deswegen hat auch jedes Stück eine kurze Besprechung und eine selbst gebastelte Medaille erhalten.

Warum „Aus die Maus“ von Georg Piller und Nadja Sieger den zweiten Platz erhielt und „Die Biene im Kopf“ von Roland Schimmelpfennig ihr Gewinner ist, kann in den beiden Lobreden der Jugend-Jury nachgelesen werden:

BLOGEINTRAG

Video: Natalie Broschat und Alexander Viktorin

BLOGEINTRAG

Ein kleiner Junge, der seine Mutter verloren hat. Eine etwas zu pummelig geratene Sternschnuppe. Ein vorlauter Plüschhamster, der nicht davor zurückschreckt, eine Entführung zu fingieren. In Julia Penners Kinderstück „Der dicke Sternschnuppe“ vermischt sich die Geschichte vom Verlust eines Elternteils und der damit verbundenen Trauer mit fantastischen Elementen. Dabei schafft es den Spagat, sich einerseits dem Thema ernsthaft zu nähern, andererseits dabei aber auch nicht an Komik zu sparen.

Ein kurioses Trio

Im Zentrum der Geschichte steht der achtjährige Rudy, dem beim nächtlichen Versuch, seine verstorbene Mutter per Sternschnuppenwunsch wieder zurückzugewinnen, gleich zweierlei Kurioses widerfährt. Im einen Moment beginnt plötzlich sein Kuscheltier namens Hamster zu sprechen. Im nächsten kracht unvermittelt eine sich erfolglos am Verglühen versuchende Sternschnuppe in die Runde, welche sich als Schnuppy vorstellt und das soeben zwischen Rudy und Hamster gebildete Zweiergespann zum Trio ergänzt. Auf einem verlassenen Spielplatz arbeiten die drei nun daran, Schnuppy fit für den nächsten Verglühflug zu machen, wobei sich Rudy davon die Einlösung seines Wunsches nach der Mutter verspricht. Gemeinsam erleben sie dabei kleine Abenteuer, lustige und nachdenkliche Momente sowie Situationen, in denen Streit, Zweifel und Eifersucht zu ernsten Belastungsproben ihrer Freundschaft werden. Am Ende steht zwar nicht die Erfüllung von Rudys Wunsch, dafür aber die Erkenntnis, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein, und dass gemeinsames Traurigsein auch Trost spenden kann.

Spiel auf zwei Ebenen

Uraufgeführt am Theater Osnabrück im September des vergangenen Jahres, war die Inszenierung von Regisseur Philipp Moschitz nun in Mülheim zu sehen. Im reduziert gestalteten Bühnenraum (Elisabeth Benning, auch fürs Kostüm verantwortlich) entspinnt sich die Handlung

... mehr

BLOGEINTRAG

Im Grunde folgt Schimmelpfennig einer altbekannten Konvention der Kinderliteratur: Ein reales Problem wird auf eine imaginäre Ebene übertragen. In diesem Fall handelt es sich um ein Kind von Alkoholikern – der Info-Text des Consol Theaters spricht von einem Jungen, Schimmelpfennigs Vorlage lässt dies jedoch offen –, welches sich durch einen eigentlich ganz normalen Schultag kämpfen muss. Dafür stellt es sich vor, in einem Computerspiel zu leben, in dem die Herausforderungen des schwierigen Alltags wie „Levels“ bewältigt werden müssen. Ab und an verwandelt sich das Kind im Spiel in die titelgebende Biene – ein Tier, das für Fleiß und Arbeit steht, zwar einen Stachel hat, aber gerade dadurch auch verletzlich ist. Schimmelpfennig hat eine kluge Methode gewählt, die Komplexität des Themas kindgerecht darzustellen.

Erfrischend wirkt dieses Stück jedoch vor allem, weil Schimmelpfennig den Tagesablauf ohne Beschönigungen, aber auch ohne Mitleid schildert. Man hätte keine Bedenken, ein Kind mit ähnlichem Hintergrund in dieses Stück zu setzen. Dies gelingt auch deshalb, weil Schimmelpfennig mit drei namenlosen Figuren (#1, #2 und #3) arbeitet, die die Gedankenströme des Kindes unter sich aufteilen und wie in einem Dialog „besprechen“. Sie adressieren einander immer als „du“ oder sprechen über ein „wir“. Eine Strategie, die eine reine Innenperspektive ermöglicht und eine große Identifikationsfläche bietet, dabei aber gleichzeitig mehrere Perspektiven eröffnet. Die Vielzahl von Stimmen schafft Raum für unterschiedliche Interpretationen. Was macht nun Andrea Kramers Inszenierung damit?

Text und Tanz

Vor einem spärlichen Bühnenbild wird schnell klar, dass Kramer vor allem auf die Kraft von Text und Choreographie setzt. Das geht auf. Die Tanzeinlagen sind zunächst überraschend, schenken der Inszenierung aber eine andere Reflexionsebene und bringen auch humorvolle Elemente mit

... mehr

BLOGEINTRAG

Hinten, links und rechts auf der Bühne (Bühnenbild: Sandra Münchow) stehen Kreidetafeln. Auf ihnen ein Durcheinander von Wörtern und Notizen zum Thema Glück: Banane + Wurst, Bananenwurst, Tante Rosi, Giraffen. Als das Blog-Team verspätet (Schuld war der Bus!) den Saal betritt, wird gerade gemeinsam mit dem Publikum über Schnitzeleis diskutiert und nach anderen Ergänzungen für die Tafel gesucht. In der Mitte der Bühne befindet sich ein Turm aus Regalbrettern und Schubladen – sie tragen Aufschriften wie Himmel, Monsterpommes, Kostüm – davor ein Tisch. Wir sind in der Zentrale für Glücksforschung, zusammen mit den Forschern Didi und Franzi. Denn im Stück „Die Glücksforscher“ des Autors und Regisseurs Marc Becker, das in der Inszenierung vom Oldenburgischen Staatstheater bei den KinderStücken zu Gast ist, geht es darum, herauszufinden, was genau eigentlich glücklich macht.

Einige Ideen haben Didi und Franzi schon gesammelt. Mehrmals scheinen sie sogar eine endgültige Glücksformel gefunden zu haben. „Dies, das, Ananas“ - so lautet die Antwort des Glückskekses. Doch jedes Mal, wenn die Musik ertönt und die Kinder schon zurück in die Schule geschickt werden sollen (die ersten stehen schon), kommen wieder Zweifel auf. Ist das „weiße flauschi flauschi Handtuch“, das Didi Franzi schenkt, wirklich so toll, dass Franzi jetzt für immer glücklich ist? Oder muss man sich in Wahrheit nicht ganz schön anstrengen, um sich darüber zu freuen? Und wie lange hält das Glück nach einem Geschenk überhaupt an? Franzi gibt schließlich zu, das nächste Mal lieber „100 Millionen Euro“ bekommen zu wollen. Aber wenn man sich alles kaufen kann, kann man sich dann noch über irgendetwas richtig freuen? Und gibt es Dinge, die man nicht für Geld haben kann? Als Franzi sich Freunde kaufen möchte, melden sich immerhin eine ganze Reihe Kinder im Publikum. Doch ihr alter Lieblingsteddy, merkt sie, hat trotzdem einen immateriellen Wert.

... mehr

BLOGEINTRAG

Was ist normal?

Essen verbindet. Wir laden ein, gehen aus, kochen mit- und füreinander. Was man isst und was nicht, formt Identität und Gruppenzugehörigkeit. Das kann man als Vegetarier, gläubiger Jude oder Muslim bei einem Weißwurstfrühstück schnell erfahren. In Tina Müllers „Dickhäuter“ versucht das Nashorn Lou in der Klasse 2b sich den Essgewohnheiten der Gruppe anzupassen. Zu Beginn des Stücks erklären die Kinder die Regeln: Ein kleines Pausenbrot ist normal und Süßigkeiten zu mögen statt Gras auch. Also isst Lou eine ganze Packung Kaugummi. Auf einmal. Inklusive Verpackung. Alle Kinder lachen – auch die im Publikum. Doch bei jedem neuen Versuch Lous normal zu sein, wird es stiller im Saal.

Was macht glücklich?

Essen, oder? Das denken zumindest anfangs die Glücksforscher in Marc Beckers gleichnamigen Stück: „Glück ist eine Riesenportion Pommes als Vorspeise und danach dann Schokoladenpudding.“ Auch der Glückskeks gibt die Antwort „Dies, das, Ananas“. Oder braucht man vielleicht doch noch mehr? In dem Muffinrezept seiner verstorbenen Mutter findet der Protagonist Rudy aus Julia Penners „Der dicke Sternschnuppe“ wenn auch nicht Glück, so doch immerhin Trost.

Was ist, wenn nichts da ist? ODER „Hat jemand was zu essen?“

Essen ist notwendig. Es bildet einen der Grundbausteine für die Glückspyramide der Zaubermaus in Nadja Siegers und Georg Pillers „Aus die Maus“. Manchmal jedoch kann man sich auch auf das Selbstverständliche nicht mehr verlassen. Direkt damit konfrontiert werden die Zuschauenden, als die obdachlose „Kippe“ sie um Essen bittet. Weil die unteren Elemente nicht erfüllt werden, stürzt die Pyramide ein. Den obersten Teil – das Ziel Träume zu erreichen und glücklich zu werden – kann Kippe ohne die Grundelemente nie erreichen. Sie träumt von Schnaps und Buletten.

Aus der Kinderperspektive schildert Roland Schimmelpfennigs „Die Biene im Kopf“ das Aufwachsen in

... mehr

BLOGEINTRAG

Ein Audiobeitrag von Isabelle Bach und Marie-Luise Eberhardt.

BLOGEINTRAG

Noch bevor eine der Darstellerinnen die Bühne betritt, spielt die polnische Inszenierung von Carsten Brandaus „Dreier steht Kopf“ mit Sprache. In bunten, überdimensionalen Buchstaben ist das Wort „świat“ (dt. „Welt“) geschrieben. Das Wort „Welt“ steht buchstäblich im Raum, es nimmt die quadratische, weiße Bühne von links nach rechts komplett ein. Mit „Dreier steht Kopf“ (im Orginal „Trójka na glowie“), einer Gastproduktion des Staatlichen Puppentheaters Tęcza, war zum ersten Mal ein fremdsprachiges Kinderstück im Rahmenprogramm der „Stücke“ zu sehen. Carsten Brandaus Text, der 2015 den KinderStücke-Preis gewann, hat Iwona Nowacka ins Polnische übersetzt.

Der Großteil der Mülheimer Zuschauer besteht aus polnischen Eltern und ihren Kindern. Für alle anderen sind deutsche Übertitel eingeblendet. Gelegentlich werden in der Inszenierung aber auch deutsche Wörter eingebaut. Es sind die Zahlwörter „eins“ bis „drei“. Der Wechsel der Sprache hebt die Bedeutung der Wörter hervor. Und auch mit den großen Buchstaben von „świat“ wird im Laufe der Inszenierung gespielt: Sie werden bewegt, verdreht, geworfen. Die „Welt“ bleibt also nicht stehen, aber sie bleibt in der gesamten Inszenierung präsent.

Auch inhaltlich geht es um weltliche Themen, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene relevant sind: Wir zählen in einer bestimmten Ordnung, aber der Wunsch danach, aus dieser Ordnung auszubrechen, ist groß. Unordnung wird durch das Spiel mit den Buchstaben deutlich gemacht. Auch Fragen nach Freundschaft und Ausgrenzung werden gestellt. Erzählt wird die Geschichte von Erste und Zweite. Die beiden sind Freundinnen und das heißt auch, füreinander da zu sein, wenn es der anderen schlecht geht. Und während Dritte auch dazugehören möchte, obwohl Erste und Zweite nur bis zwei zählen, will Zweite auch einmal die Erste sein. Auch hier zeigt sich der Wunsch, die Ordnung zu durchbrechen …

Durch die gesamte Inszenierung ziehen sich Wiederholungen. Oft verbinden die

... mehr

Die KinderStücke 2017 sind mit Tina Müllers „Dickhäuter" eröffnet worden. Vier weitere nominierte Stücke folgen, bis am Freitag, dem 19. Mai, der Gewinner in der Jurydebatte gekürt wird.

Eröffnung KinderStücke 2017 / Foto: Sebastian Hoppe
... mehr


Die Jurys zur Vergabe des Mülheimer Dramatikerpreises sowie des Mülheimer KinderStückePreises stehen fest:

Der Jury der „KinderStücke 2017“ gehören an:
Florian Fiedler, Regisseur, Leiter des Jungen Schauspiel Hannover und designierter Intendant des Theater Oberhausen
Thomas Irmer, Sprecher des Auswahlgremiums, Berlin
Iwona Nowacka, Übersetzerin und Kuratorin, Szczecin
Mehr zur KinderStücke-Jury.

In die Jury der „Stücke 2017“ wurden berufen:
Claudia Bauer, Regisseurin, Berlin
Cornelia Fiedler, Sprecherin des Auswahlgremiums, Köln
Marion Hirte, Professorin für Produktionsdramaturgie an der Universität der Künste Berlin
Wolfgang Kralicek, Journalist und Theaterkritiker, Wien
Kathrin Röggla, Autorin und Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Berlin
Mehr zur Stücke-Jury.

Die öffentliche Jurydebatte zu den KinderStücken findet am Freitag, dem 19. Mai, ab 13.00 Uhr im Foyer des Theater an der Ruhr statt.
Die öffentliche Jurydebatte zu den Stücken findet im Anschluss an die letzte Vorstellung am Samstag, dem 3. Juni, ab ca. 22.00 Uhr im Theater an der Ruhr statt.

 

... mehr

Unser Spielplan steht fest.
Kartenreservierung für Schülergruppen möglich ab Montag, dem 20. März, bei:
Kristin Posekardt
Telefon: 0208 - 455 41 28
Mo - Fr von 10 Uhr bis 12 Uhr

Zu den Spielterminen der KinderStücke.

Stücke 2017 PK / Foto: Sebastian Hoppe

In der Pressekonferenz gaben die Sprecher der Auswahlgremien die Nominierungen der Stücke 2017 und KinderStücke 2017 bekannt. 

Von links nach rechts: Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen / Ulrich Ernst, Kulturdezernent der Stadt Mülheim an der Ruhr / Cornelia Fiedler, Sprecherin des Auswahlgremiums der Stücke 2017 / Thomas Irmer, Sprecher des Auswahlgremiums der KinderStücke 2017 / Stephanie Steinberg, Festivalleiterin ... mehr