Überbrückungshilfen des Bundes und des Landes NRW

Das Foto zeigt den Ausschnitt einer weißen Holzbrücke, die über ein Wasser führt.

Seit dem 10. Juli können kleine und mittelständische Unternehmen, die starke Umsatzeinbußen durch die Corona-Schutzmaßnahmen einstecken mussten, die Überbrückungshilfen der Bundesregierung über die Steuerberatung beantragen. Die erste Phase lief im Anschluss an die Soforthilfe für Betriebe und Unternehmen, die zwischen Juni und August dieses Jahres wegen der Corona-Maßnahmen Umsatzrückgänge zu verbuchen hatten. Mittlerweile gibt es eine zweite Phase, die eine Verlängerung der Entschädigungszahlungen für die Monate September bis Dezember vorsieht.

Das hat sich in der zweiten Phase geändert: Unternehmen haben Anspruch auf weitere Überbrückungshilfen, wenn ihr Umsatz im Zeitraum zwischen April und August 2020 entweder um durchschnittlich mindestens 30% oder in zwei aufeinanderfolgenden Monaten um mindestens 50% eingebrochen ist.

Ebenfalls anders ist der mögliche Förderbetrag. So gibt es in Phase 2 keine strengen Grenzen mehr, die sich nach der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des betroffenen Betriebes richten. Eine Entschädigung von bis zu maximal 50.000 Euro pro Monat kann beantragt werden, was einer möglichen Gesamtförderung von bis zu 200.000 Euro entspricht.

Was gleich bleibt ist die Antragsstellung. Diese erfolgt nach wie vor über die zuständige Steuerberaterin beziehungsweise den zuständigen Steuerberater, alternativ auch über die Wirtschaftsprüfung. Weitere Informationen erhalten Sie über die Internetplattform www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2.

Das Land Nordrhein-Westfalen ergänzt auch die zweite Phase der Überbrückungshilfe wieder um einen eigenen Beitrag. Hauptsächlich Soloselbständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler profitieren davon. Sie erhalten zusätzlich zur genehmigten Überbrückungshilfe bis zu 1.000 Euro extra für maximal vier Monate. Dieses Programm nennt sich NRW Überbrückungshilfe Plus und kann auch von im Unternehmen tätigen Inhaberinnen und Inhabern von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitenden in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf der Seite www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2. Die Antragstellung erfolgt auf demselben Weg wie beim Bundesprogramm. Kontaktieren Sie daher bitte Ihre Steuerberaterin oder Ihren Steuerberater.

Darüber hinaus stellt das Land weitere Mittel für Betriebe der sozialen Infrastruktur bereit. Gefördert werden durch das Programm NRW.BANK.Infrastruktur unter anderem Unternehmen und gemeinnützige Institutionen, die in den Bereichen Umweltschutz, Städtebau, Verkehr, soziale Infrastruktur (Kindergärten, Jugendzentren, Behinderten- und Pflegeheime), Bildung und Qualifizierung, Entwicklung des ländlichen Raums, öffentliche Verwaltung und Breitbandinfrastruktur tätig sind. Die Unterstützung erfolgt in Form von Darlehen durch die NRW.BANK, und die Antragstellung läuft über die Hausbank. Fragen Sie daher am besten Ihre Bankberaterin oder Ihren Bankberater. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der NRW.BANK.

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