Zeichen zur Rettung der Veranstaltungsbranche

"Night of light 2020" mit Rathausturm, Stadthalle und Schloß Broich

In der Nacht von Montag auf Dienstag waren in der Innenstadt überraschend viele Menschen unterwegs – Smartphones und Kameras griffbereit. Grund dafür war der einzigartige Anblick, der sich ihnen bot, als mehrere Mülheimer Sehenswürdigkeiten in leuchtendes Rot getaucht wurden. Im Rahmen der „Night of light 2020” haben in der Nacht des 22. Juni Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie zahlreiche Veranstaltungs-Locations teilgenommen und ihre Gebäude mit rotem Licht illuminiert, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft, ausgelöst durch die Corona-Krise, aufmerksam zu machen. In Mülheim an der Ruhr setzten unter anderem die Stadthalle, Schloß Broich und der Rathausturm ein Zeichen.

 Night of light 2020. In Mülheim und Bundeweit wurden Gebäude mit rotem Licht illuminiert, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft, ausgelöst durch die Corona-Krise, aufmerksam zu machen. Auf dem Bild ist der Rathausturm rot erleuchtet aus Perspektive des Stadthafens zu sehen und strahlt auf die Gebäude in der Umgebung, wie das Historische Rathaus, das StadtQuartier Schloßstraße (SQS) und die Ruhrpromenade. Im Vordergrund die Treppe am Stadthafen. - Anna Moczurad/MSTFotos: Anna Moczurad © MST

Durch die Ausbreitung des Coronavirus hatte die Wirtschaft in den vergangenen Monaten mit schweren Verlusten zu kämpfen. Mit am meisten getroffen hat es die bundesweite Veranstaltungslandschaft, die ab März für mehrere Monate zum kompletten Stillstand gezwungen war. Erst seit kurzer Zeit können erste kleine Veranstaltungen unter Hygienevorschriften durchgeführt werden, Großveranstaltungen bleiben weiterhin bis Ende Oktober untersagt.
Die „Night of Light“ diente dazu, Betroffene der Veranstaltungsbranche zu vereinen und ein ausdrucksstarkes Zeichen für eine vom Aussterben bedrohte Branche zu setzen. So sollte die Politik zum Dialog aufgerufen werden, um gemeinsam Lösungen und Wege aus der dramatischen Situation zu entwickeln.

 Night of light 2020. In Mülheim und Bundeweit wurden Gebäude mit rotem Licht illuminiert, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft, ausgelöst durch die Corona-Krise, aufmerksam zu machen. Das Foto zeigt den Blick auf die rot beleuchtete Stadthalle von der Ruhrpromenade aus. Davor die ebenfalls erleuchtete Wasserfontäne am Stadthallengarten auf der Ruhr. Im Vordergrund grüne Büsche. - Anna Moczurad/MST

Auch Mülheims Veranstaltungshäuser hatten in den vergangenen Monaten große Herausforderungen zu bewältigen. Die Stadthalle Mülheim an der Ruhr musste schließen, eine nach der anderen Veranstaltung wurde entweder vollständig abgesagt oder verlegt – entweder auf die zweite Jahreshälfte oder auf 2021. Nun kann die Event-Location seit Kurzem unter Einhaltung eines speziellen Hygienekonzepts wieder für kleinere Veranstaltungen öffnen.

Schloß Broich bietet in den Sommermonaten normalerweise Platz für Großveranstaltungen, wie beispielsweise das Pfingst-Spektakulum oder Castle Rock – beide werden in diesem Jahr entfallen. Darüber hinaus musste das Schloss unter anderem als beliebter Ort für romantische Hochzeiten in außergewöhnlichem Ambiente – seine Räumlichkeiten für Veranstaltungen über mehrere Monate schließen.
Ab Juli können wieder standesamtliche Trauungen und Veranstaltungen ohne geselligen Charakter durchgeführt werden, allerdings unter Einhaltung des individuellen Hygienekonzepts.

 Night of light 2020. In Mülheim und Bundeweit wurden Gebäude mit rotem Licht illuminiert, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft, ausgelöst durch die Corona-Krise, aufmerksam zu machen. Auf dem Bild ist die Vorderseite von Schloß Broich mit rot erleuchtetem Giebel zu sehen. Darauf steht in Leuchtbuchstaben nightoflight2020. - Anna Moczurad/MST

In rotes Licht gehüllt setzten der Rathausturm, die Stadthalle als Top-Location in der Metropole Ruhr und Schloß Broich – das älteste Baudenkmal der Stadt – am Montagabend neben vielen anderen - wie die Luftschiffhalle der WDL am Flughafen Essen/Mülheim - ein Zeichen und machten in Mülheim an der Ruhr auf die „Night of light 2020” und das damit einhergehende Ziel aufmerksam, die Veranstaltungsbranche aus der nach wie vor bestehenden Krise zu retten.

Weitere Infos zur bundesweiten Aktion gibt es auf night-of-light.de.

Aktuelle Fallzahlen

2. Juli 2020
Bestätigte Fälle
267
davon
aktuell infiziert
33
geheilt
222
verstorben
12
Quarantäne
188
Entnommene Proben
4341