Krisenstabsleiter Dr. Frank Steinfort ist sauer: „Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein fügt der Stadt schwer wieder gut zu machenden Image-Schaden zu“!

Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort ist sauer: „Wir erhalten aus der Bevölkerung, insbesondere über das städtische Kommunikationscenter, verstörende Rückmeldungen. In allen Fällen wird von Problemen bei der Terminvergabe, insbesondere über das CallCenter der Kassenärztlichen Vereinigung berichtet. Dies alleine wäre in Anbetracht der riesigen Aufgabe, die vor uns allen steht, durchaus verständlich. Aber solche Aussagen von den CallCenter-Agents der 116117 gehen gar nicht“, so Steinfort:
 

  • „Mülheim an der Ruhr verweigert sich“
  • „Mülheim an der Ruhr ist nicht gelistet“
  • „Mülheim an der Ruhr stellt keine Termine ein, deswegen kann ich Ihnen keinen Termin geben“
  • Callcenter Agenten mit starkem ausländischen Akzent: „bitte wenden Sie sich unter der 115 an Ihre Stadtverwaltung“


Darüber hinaus verwirren  Bandansagen wie:

  • „Es können keine Termine vergeben werden“
  • „Sie gehören nicht der Zielgruppe an“

 
Der Krisenstabsleiter macht noch einmal deutlich: „Wir haben als kreisfreie Stadt keinen Einfluss auf die Terminvergabe, wir bekommen nicht einmal Rückmeldungen für wann wie viele Termine vergeben wurden, wir haben keinerlei Einfluss auf die Kontingente an Impfstoff - wir stellen nur die Liegenschaft mit Unterstützungspersonal. Aber wir bekommen als Kommune jetzt schon den vollen Unmut der Bevölkerung ab“, ärgert sich Steinfort. „Bei derartigen Aussagen, insbesondere dass 'sich die Stadt verweigern würde', muss jetzt endgültig Schluss sein“, so Steinfort in Richtung der kassenärztlichen Vereinigung. „Bitte sorgen Sie umgehend dafür, dass die CallCenterAgents im CallCenter der KVNO keine unwahren und unhaltbaren Aussagen treffen“, forderte Steinfort die KV Nordrhein auf. „Der Schaden, der aus meiner Sicht jetzt schon angerichtet ist, kann nur schwer wieder gut gemacht werden. Dabei geht es nicht nur darum, dass wir auf kommunaler Ebene dies ausbaden müssen - es verspielt das Vertrauen der Bevölkerung“!

Mittlerweile hat sich der Leiter des Vorstandsbüros der Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein aus Düsseldorf bei der Stadt gemeldet und schreibt: „Ich habe die Punkte bereits gestern Vormittag, nach der ersten Meldung aus Ihrem Krisenstab intern an unsere entsprechende Stelle weitergeleitet; auch sind wir dazu bereits mit dem NRW-Gesundheitsministerium in Kontakt. Wir werden alle Maßnahmen einleiten, um diese Punkte abzustellen. Bitte seien Sie versichert, dass wir daran arbeiten, alle Problemstellungen so schnell wie möglich zu beheben“. 
 

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