Hinweise und Erklärungen zu den Zahlen im städtischen Corona-Dashboard

Immer wieder entstehen viele Fragen rund um die Zahlen im Corona-Dashboard. Dabei steht besonders die 7-Tages-Inzidenz im Vordergrund.
„In Gesprächen in den vergangenen Tagen haben wir immer wieder festgestellt, dass nicht allen Bürgerinnen und Bürgern bekannt ist, was genau es mit dieser Zahl auf sich hat“, so Krisenstabsleiter Dr. Frank Steinfort. 


Zu den Zahlen im städtischen Corona-Dashboard

Hinweis: Alle Werte im Dashboard beziehen sich immer nur auf die in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen. 


Fälle gesamt
Bei dieser Zahl handelt es sich um die Gesamtzahl aller in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen, bei denen es jemals einen positiven Nachweis auf das Virus SARS-CoV-2 gab.


Davon positiv
Bei dieser Zahl handelt es sich um alle in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen, die derzeit mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert sind. Derzeit bedeutet, dass der Beginn der Infektion innerhalb der letzten 14 Tage lag oder sie nicht als genesen gelten (siehe unten).


Davon geheilt
Gemäß der Definition des Robert-Koch-Institutes gilt als genesen, wer 14 Tage nach Infektionsbeginn 

  • mindestens 48 Stunden lang keine Symptome wie Husten oder Fieber gehabt hat.

Bei dieser Zahl handelt es sich also um alle in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen, die nachweislich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert waren und gemäß der Definition des RKI als genesen gelten.


Davon verstorben
Bei dieser Zahl handelt es sich um alle in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen, die nachweislich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert waren und mit einer positiven Testung verstorben sind. Unterschieden wird hierbei nicht, ob die Infektion die Haupttodesursache war oder nicht.


In Quarantäne
Diese Zahl gibt alle in Mülheim an der Ruhr gemeldeten Personen wieder, die sich zurzeit auf Grund einer Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes in häuslicher Quarantäne befinden. Häusliche Quarantäne bedeutet, dass die eigene Häuslichkeit nicht verlassen werden darf.  Wer sich nicht an diese häusliche Quarantäne hält, begeht eine Straftat gemäß § 75 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz.


Bisher im Diagnosezentrum getestet
Diese Zahl gibt an, wie viele Tests bisher im städtischen Diagnosezentrum durchgeführt wurden. Nicht enthalten sind zum Beispiel Tests, die bei der Reiserückkehr in Testzentren an Flughäfen oder Autobahnen durchgeführt wurden.


7-Tage-Inzidenz gemäß LZG/RKI -Meldung vom…
Diese Zahl zeigt die 7-Tage-Inzidenz, die das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) beziehungsweise das Robert-Koch-Institut (RKI) für die Stadt Mülheim an der Ruhr festgelegt hat. Diese Inzidenz spiegelt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage wieder, allerdings umgerechnet auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Diese Zahl wird täglich vom LZG an das städtische Gesundheitsamt gemeldet und werktäglich im Dashboard aktualisiert.


Wenn ich die Inzidenz selber berechne, komme ich auf einen anderen Wert. Woran liegt das?
Im Dashboard werden immer genau die Fallzahlen angegeben, die zum jeweiligen Aktualisierungszeitpunkt in Mülheim an der Ruhr vorliegen. Sprich: Bei einer positiven Corona-Meldung im städtischen Gesundheitsamt geht die Zahl direkt ins Dashboard und in die Berechnung ein.
Normalerweise werden alle positiven Fälle am gleichen Tag zudem an das LZG und das RKI gemeldet. Häufen sich jedoch die positiven Fälle an einem Tag oder gehen positive Befunde erst spät ein, ist das Gesundheitsamt mit Ermittlungen beschäftigt, sodass Meldungen über neue Fälle gegebenenfalls erst am nächsten Morgen an das LZG/RKI übermittelt werden. An Wochenenden wird grundsätzlich nicht ans LZG oder RKI gemeldet.

Die vom Gesundheitsamt ans LZG/RKI übermittelten Zahlen werden von beiden Stellen wissenschaftlich validiert. Auch bei der Kommunikation zwischen LZG und RKI kommt es zu Verzögerungen, so dass Anstiege in der Inzidenz flacher ausfallen als bei der direkten Berechnung im Dashboard.


Und warum wird dann trotzdem die Zahl des LZG/RKI genommen und nicht die „tatsächliche“ Inzidenz berechnet?
Aus rechtlichen Gründen kommt es nur auf die vom LZG/RKI veröffentlichte Inzidenz an. Allein diese Zahl ist gemäß § 16 Coronaschutzverordnung des Landes NRW ausschlaggebend dafür, ob die Stadt Mülheim an der Ruhr weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens umsetzen muss.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner (7-Tages-Inzidenz) nach den täglichen Veröffentlichungen des LZG/RKI nachhaltig und signifikant über einem Wert von 50 liegt, prüfen die Erforderlichkeit über die Coronaschutzverordnung hinausgehender zusätzlicher Schutzmaßnahmen und können diese im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales anordnen. Die angeordneten Maßnahmen sind im Hinblick auf die Erforderlichkeit fortlaufend zu überprüfen.

Kreise und kreisfreie Städte, in denen die 7-Tages-Inzidenz nach den täglichen Veröffentlichungen des LZG/RKI an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und mit einer sinkenden Tendenz unter dem Wert von 35 liegt, können im Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales abstimmen, inwieweit Reduzierungen der in der Coronaschutzverordnung festgelegten Schutzmaßnahmen erfolgen können.

Welche Maßnahmen konkret umgesetzt werden, wird immer auf Grundlage des aktuellen Infektionsgeschehens entschieden und lässt sich nicht pauschal konkretisieren.

Stand: 3. Februar 2021

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